TECHNIK

Motor- und Getriebecheck vor jedem Ablegen!

 

Den Ölstab ziehen, Keilriemen- und Külwasser sowie Anschlüsse prüfen ist eine Sache weniger Minuten.

 

Ein Blick in die Motorbilge reicht, um festzustellen, ob der ölstand im Getriebe stimmt. Getriebe verbrauchen kein Öl - sie verlieren es.

Schlauchschelle vergessen!

Einmal genau hinsehen:

 

Ein Monteur hatte vergessen die Schlauchschelle richtig zu positionieren und fest zu ziehen. Gut das ich seine Arbeit überprüft habe.

Seewasserfilter

Nach nur 2 Stunden Fahrt in der Ostsee!

 

Auch den Seewasserfilter der Motorkühlung prüfen wir regelmäßig.

Tankdeckel war undicht

Sofort war das Batterieladegerät defekt!

 

Wir hatten immer ein bisschen Süswasser in der Bilge. Alle Wasserleitungen wurden mehrfach überprüft. An unsere Vermutung, dass der Tankdeckdeckel ggf. undicht sein, wollten die "Fachleute" nicht glauben.

 

Wir fuhren in den Urlaub. Rund fünf Stunden lagen wir bei 6-7 Bft. heftig auf BB-Seite.

Im Hafen dann: Landsicherung (FI-Schalter) flog dauernd raus.

 

Unsere Analyse ergab: Ladegerät defekt. Ausgebaut - potz Blitz - ganzer Batterieraum voll Süßwasser. Tankdeckel geprüft (wurde angeblich schon gemacht). Siehe da: Der Dichtbereich war total spröde. Techniker kamen. Wir: "Bitte die Dichtfläche glatt schleifen. Nur fest anziehen kann ich selber, wird aber nichts bringen"! "Ja, ja". Wir gingen kurz zum Hafenmeister. Bei Rückkehr nach 20 Minuten: "Jau, nun is alles dicht"! "Habt ihr die Dichtfläche plan geschliffen"? "Sischer, sischer"! Da es auf die Schnelle kein neues Ladegerät gabt, habe ich es mit einem Föhn trocken gelegt. Glück gehabt, es funktionierte wieder.

 

Die nächsten drei Tage weiter rauf Richtung Schweden gesegelt. Dieses mal auf Stb-Seite. Drei Tage weiter erneut BB-Bug gesegelt. Im Hafen: Rums, wieder FI raus. Scheiße! Wieder alles nass, wieder alles ausgebaut. Als erstes dann die Deckeldichtung geprüft. Na klar, nur festgeknallt, und nicht plan geschliffen.

 

Das Wasser hatte bei BB-Lage und Schaukelei festen Druck auf den Deckel ausgeübt und ist durch die Unebenheit bei der Dichtfläche gekrochen. Wieder zei Stunden Ladegerät geföhnt . Glück gehabt, es geht noch.

 

Anschließend die Dichtfläche selber geschliffen (obwohl noch Garantie). Alles dicht. Endlich können wir unseren Turn Ruhe genießen. Die "Arschlöcher" haben Glück, dass sie und nicht wieder meiner Frau begegnet sind!

 

Ein halbes Jahr später hat dann das Ladegerät seinen Geist aufgegeben. Gut, dass wir da schon einen Windgenerator hatten! Erst nach handfestem Ringen mit dem Händler haben wir es ersetzt bekommen.

 

Soviel zum Thema "Fachleute"!

Schütze die Meere!

 

Wirf kein Plastik und

sonstigen Abfall hinein.

 

 

 

 

 

 

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© Martin Plassonke