SEGELN HEILT!

 

 

 

... und wenn Du denkst es geht nicht mehr,

dann kommt von irgendwo ein Englein her.

 

 

ICH WAR NOCH SEHR KLEIN

als mein noch einziger Opa von einem Bus angefahren wurde und der Stationsarzt ihn unbeachtet im Krankenhausflur verbluten ließ, weil er seinen Verletzungsgrad falsch eingeschätzt hatte... 

 

Einige seiner Lehren habe ich nie vergessen:

"Junge gib niemals auf dein Ziel zu verfolgen. Höre auf deine innere Stimme und verlasse dich niemals voll und ganz auf andere. Wenn jemand behauptet "Das ist soundso" dann beginne erst recht die Dinge zu hinterfragen ..." !

 

Seine Worte und sein Schiksal haben mich mein Leben lang begleitet.

 

Ich möchte nicht jammern und auch nicht um Mitleid ringen

sondern beschreiben, was das Leben so mit sich bringen kann.

 

Es kam der Tag,

an dem die Anzahl und schwere der kurz aufeinander folgenden Schiksalsschläge mir buchstäblich "die Beine unter dem Hintern weggerissen" haben. Zuletzt nach meinem Herzinfarkt. Bei der darauf folgenden Kathederuntersuchung hat man mich beinahe in dem gleichen Krankenhaus wie mein Opa auf dem Flur verbluten lassen, nachdem die Einschnittstelle in der Beinaterie geplatzt war und ein vorbeigehender Krankenpfleger mein Schreien ignorierte und meinte er wäre nicht zuständig. Und nach dem kurz darauf folgendem "Burn Out" wurde ein mehrere Monate andauernder Aufenthalt in einer speziellen Reha- Klinik nötig.

 

Meinen Job

musste ich danach not gedrungen an den Nagel hängen und die Bertiebe verkaufen. An dem Verlust meiner Arbeit, die ich sehr geliebt habe, knabbere ich noch heute.

 

Viele Jahre

habe ich quasi rund um die Uhr gearbeitet, und: MICH DARAN GEWÖHNT! Ja, noch einmal, meine Arbeit hat mir großen Spaß gemacht und mich ERFÜLLT, auch wenn es nicht immer einfach war!

 

Doch was nun?!

Garten pflegen? Klar, warum nicht. Doch jeden Tag? Und, was ist mit meiner Lust mit Menschen zu kommunizieren, was ich viele Jahre praktiziert habe? Das alles mit Familie, Garten, Nachbarn und Freunden zu komprimieren? ...

 

Wohl dem, der so umschalten kann.

Ich wäre dabei wohl Stammgast in der Psychatrie geworden. Nein, es wäre für mich ein "Dahinsiegen" und würde ein "Warten auf den Tod" bedeutet. Nein, da muss es noch was geben!

 

So kam ich dazu,

mir eine Segelyacht zuzulegen. Und wie eingangs beschrieben, kann allein so ein Boot, wenn man es in gutem Schuss behalten möchte, einen schon auf Trapp halten. Aber das allein ist es natürlich nicht!

 

Segeln, das bedeutet

nicht ein Boot von A nach B zu steuern. Segeln bedeutet viel mehr die Sinne einzusetzen: Das Wetter im Auge zu behalten, Tourns zu planen, bei dem richtigen Wetterfenster zu starten, die Natur zu beobachten und ihren Kräften zu trotzen. Segeln bedeutet auch sich mit immer neuen Menschen zu treffen, zu kommunizieren, (Lebens) Erfahrungen auszutauschen, sich anzufreunden und sich oft sogleich wieder zu trennen, weil man unterschiedliche Richtungen anstrebt, und und und. ...

 

Was kann einem Exworkoholik

und einem Kommunikationsliebenden also besseres geschehen, als sich eine Segelyacht anzuschaffen, und damit in die Welt hinaus zu steuern?!

 

geht baldmöglichst weiter ...

Schütze die Meere!

 

Wirf kein Plastik und

sonstigen Abfall hinein.

 

 

 

 

 

 

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© Martin Plassonke