02.07.2014

SOWEIT DIE FÜSSE TRAGEN - ODER BESSER: VOM WINDE GEWEHT!

 

 

Laut Wetterbericht sollte eine steive Briese (gen 5 - 6 Bft) aus W - N wehen. Wir waren unsicher, sollen wir fahren oder noch einen Tag bleiben?!

 

An diesem Tag viel es mir schwer den "Hintern hoch zu bekommen". Die Müdigkeit lang mir bleiern auf den Knochen. Erst einmal ausgiebig duschen.

 

Das half tatsächlich. So langsam kam ich zu Potte. Gregor war wieder intensiv mit seinem Smartphone zu beschäftigt und wie so oft out of communiction.

 

Irgendwann am späten Vormittag schlich sich ein gewisser Frust bei mir ein. Blos weiter voran kommen und baldmöglichst durch durch die Biskaya. Dieser gedanke trieb mich weiter an. Mittlerweile war es beinahe 14:00 Uhr. Um genau 14:09 Uhr verließen wir den Hafen von Cowes. Als wir aus dem Fjord kamen war die See wie zugeschüttet von Booten. Überall kreuzten sie nun gegen den Wind in die Richtung, die auch wir grob angepeilt hatten.

 

Einen genauen Ort haben wir wegen der unklaren Windprognose nicht bestimmt.

 

Alsdann reihten wir uns bei erstem Reff und Kutterfock in die Gruppe der Kreuzenden ein. Ja, es begann richtig Spaß zu machen. Wie auf der Ostsee: Ein Boot auf dem Wasser ist segeln, mehr als Eins ist Regatta. Der Ergeiz des Tagesseglers hatte mich gepackt.

 

An der Ecke "Milfort on Sea" nahmen wir die letzte Wende, tauschten die Kutterfock gegen die Genua und donnerten mit bis zu neun Knoten am Wind Richtung Poole.

 

Es sollte eine der schönsten Touren entlang der englischen Küste werden!

 

Der Wind hielt ausnahmsweise konstant seine Richtung und Stärke. Die Sonne schien uns auf den Pelz, das Barometer verharrte wie angewurzelt auf 1025 hPa. Na gibt es denn sowas?!

 

Jau, so etwas gibt es tatsächlich! Bereits um ca. 19:00 Uhr erreichten wir gut gelaunt die Bucht vor Poole. In den Hafen wollten mich aber keine zehn Pferde bewegen - was über den schönen Tag hinaus noch extra belohnt werden sollte ...

 

 

Von Cowes nach Poole
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© Martin Plassonke