09.09.2014 - Nazare

Von Figueira da Foz nach Nazare 37 SM

 

Nur 37 SM trennen uns von Nazare. Die Wetterbedingungen werden mit strahlendem Sonnenschein und 14 Kn Wind aus N prächtig sein. So nutzten wir den frühen Vormittag zu einem ausgiebigen Gassigang mit Goofy. 

 

Von der Umgebung haben wir jedoch nicht viel mit bekommen. Zu sehr waren wir noch mit der gestrigen Fussmündungfahrt beschäftigt, die wir ja heute retunieren wollten. Der Blick aufs Smartphone beruhigte uns. Absolutes Hochwasser. Slag, Stillstand, 1 m Wellen/Dünung aus NW! ...

 

Unter Genua und Motor verließen wir bei 15 Kn NO- O Wind die Marina. Trotz Stillstand in der Mündung leichtes Gehopse auf ca. 1 m hohen spitzen Wellen. Nicht bedrohlich. Aber es schafft respekt. Wass, wenn die Bedingungen mal nicht so gut sind?!?! ...

 

Nach der Flussmündung baumten wir wieder die Vorsegel aus und gleiteten auf einer nun mehr gestreckten Dünung rund 14 Kn nun aus N mit 4,5 bis 6 Kn dahin. Die kurzer hand ausgebrachte Schleppangel ließ ich keine Sekunde aus den Augen. Dieses mal mit Makrelenköder. Eine gute Wahl, wie sich schon nach wenigen Minuten herausstellte. Zehn gutgenährte Makrelen gaben Anlass die Rute nun wieder einzupacken.

 

Rasch verging die Zeit. Versüßt von mehreren Delphinschulen, die uns gelegentlich entgegen kamen,manchmal umkehrten, und sich für einige Minuten in unserer Bug- und Heckwelle tummelten. 

 

Vor Nazare angekommen nahmen wir die Einfahrt per Fernglas genau unter die Lupe. Auch hier schlagen immer wieder Boote quer. Heute bestand aber keine Gefahr dafür, denn die Dünung war sanft, was uns eine sichere Einfahrt in die Marina ermöglichte.

 

Dort angekommen suchten wir nach einem Liegeplatz. Es gibt (begrenzte) Anleger im Osten und im Westen der Marina. Gerne wollten wir in den Osten, da hier weniger Schwell zu erwarten war. Schwein gehabt. Wir steuerten in den letzten freien Platz. Nochmal Schwein gehabt: Der Hafenmeister erklärte später, dass der Platz einem Langlieger gehört, dieser aber für einige Tage unterwegs sei. "Dann bleibt ruhig hier", meinte er freundlich.

 

Nazare ist ein kleiner Fischerort, der vor wenigen Jahren versucht, den Turismus für sich zu gewinnen. Eine schöne Bucht mit weißem Sand liegt ihm zu Füßen. Nicht selten aber mit riesigen Wellen. Uns hat es hier sehr gefallen, so dass wir drei Tage blieben.

 

Am zweiten Tag machten wir uns auf, den Strand und den Ort zu erkunden. An der Hafenmauer angekommen erschraken wir ein wenig. Wellen von bis zu 3 m höhe donnerten an und vorbei in die angrenzende Bucht hinein. Der Wind war jedoch nur ca. 15 Kn stark. Weit draußen musste sich etwas zusammengebraut haben, was sich nun bis hier hin erstreckte. Zum Glück mussten wir hier heute nicht hinein fahren.

 

Da wir noch genügend ebensmittel an Bord hatten, haben wir vergessen die Einkaufsmöglichkeiten zu erkunden. Sicherlich wird es aber im ca. 1,5 Km entfernten Ort Nazare gute Bedingungen dafür geben.

 

Erfreulich warfür uns, die direkt an der Marina liegende tankstelle für den Straßenverkehr. Mit Kanistern haben wir hier günstig guten Diesel gebunkert.

 

Bitte Beachten: Auch vor Nazare ist bei der Ansteuerung mitunter allergrößte Vorsicht geboten!!! Manchmal donnern riesige Wellen auch bei angenehmen Wetterbedingungen in die Bucht hinein! Lasst den Motor rechtzeitig warm laufen, da er mtunter kurzzeitig Höchstleistung zu vollbringen hat! Nicht zu langsam fahren, wenn, dann zügig. Wenn ihr nicht sicher seid, unbedingt über Funk die Lage abfragen!!!

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© Martin Plassonke