12.07. - 13.07.2014

 

 

Es ist Samstag, der 12.07.

 

und ich hänge wie ein Mehlsack im Cockpit, im Salon, auf  Deck und wieder in der Koje herum. Muss zur Anmeldung ins Hafenbüro. Besser später. Wieder ab in die Koje. Früh Nachmittags aufgewacht. Kurz frisch gemacht und ab zum Hafenbüro (geschleppt).

 

Gregor

steht schon da. „Ich mache das“ sagte ich Ihm. Wir mussten warten, da noch andere Segler vor uns dran waren. Die zwischenzeitlichen Ansprachen an die Frauen seitens Gregor „hallo Süße etc.“ waren mir peinlich. Man, muß der einen Druck haben.

 

Nun

stand ich vor dem Schalter, nein, besser zu sagen Gregor baute sich vor mir auf. Was ist bloß mit ihm geschehen, dass er sich im Alter von 39 Jahren permanent so penetrant benimmt? Ein, zugegeben, etwas bissiger Wortlaut verließ kurzum meinen Mund. So konnte ich Anmeldung jedoch in Ruhe vornehmen.

 

Zunächst

war ich verwirrt von den vielen Fragen, und dass ich die Bootspapiere zeigen musste. Abgesehen von einer Polizeikontrolle war es das erste Mal das ich innerhalb Europas die Papiere vorzeigen musste. Hä, dachte ich, was läuft denn hier ab?! Ein ungutes Gefühl machte sich breit. Sofort gingen mir die spanischen Steuerbehörden durch den Kopf. Wurde doch davon gesprochen, dass nach ununterbrochenem Aufenthalt von 181 Tagen in Spanien eine Steuer auf das Boot fällig werden soll. Uffz, ich bin doch noch so müde, warum soll ich mir in solchem Zustand Gedanken darüber machen?!

 

Da der Prozess

alle Ankömmlinge betraf, habe ich brav alles vorgezeigt und ausgefüllt. Es viel soweit auch nicht schwer, da die Dame im Büro ausgesprochen nett und zuvorkommend war. Die Art und Weise war mir nach mehrjährigen Kenntnissen auf den Kanaren neu.

 

Nach

der Anmeldung wollten Gregor und ich einen Heimflug für Ihn im Internet buchen. „Gehe nur schnell zum Büro, da haben wir eine bessere Anbindung“ so seine Worte. Kurz vor 20:00 Uhr habe ich ihm eine SMS geschickt und Ihm mitgeteilt, dass es die letzte Nacht für ihn an Bord sei. Ich war mit meiner Geduld nun absolut am Ende. Kurz darauf erschien er dann. Wir buchten gleich für den nächsten Tag ein (teures) Ticket. Egal, Hauptsache weg.

 

Das

gemeinsame Frühstück am Sonntag nahm in aller Stille seinen Lauf. Kurz darauf nahm Gregor seine Sachen und trat den Heimweg nach Mallorca an... .

Selten so geweint!

 

 

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© Martin Plassonke