19.06.2014

Schleuse Kiel Holtenau / Durchfahrt Nord-Ostseekanal (NOK)

 

 

In der Schleuse

Früh um 7:00 Uhr waren wir startklar.

Da die alten Schleusen wegen Reparaturarbeiten gesprerrt waren, kamen wir jedoch erst gegen 9:00 Uhr zusammen mit den Dickschiffen in die große Schleuse rein.

Aufpassen lohnt!

Das Anlegen ist recht unproblematisch. Man kann auf die Holzplattform springen (aufpassen ggf. rutschig!) oder aber einfach mit einem Boots- oder Bojenhaken eine Mittelspring an den runter hängenden Ketten legenund eindampfen. Den Motor haben wir laufen lassen und nur eine Heckleine dazu genommen. Die Leinen nicht zu tief da, da sie sonst von dem sich hebenden Steg eingeklemmt werden.

 

Der Hub an diesem Tag entsprach nur ca. 50 cm.

 

Wichtig: Die Fender bis auf das Wasser runter - ruhig schräg hängen lassen.

Blick in der Schleuse Richtung Westen

Dieses Schild verwirrt. Insbesondere dann, wenn der Schleusenwärter meint, man solle nicht bis nach vorne durchfahren, da der Weg zur Kasse, die an der Ostseite der Schleuse liegt, zu weit ist.

 

Ein nach uns kommender war so irritiert, dass er die Fahrt raus nachm und uns wegen der vorherschenden Winddrift (immer noch ca. 6 Bft) beinahe rammte.

Hängebrücke NOK

Seltener Anblick

Passt tatsächlich rein

Läuft auch bei Schietwetter, wie wir hier bestätigt bekommen haben.

Schietwetter pur

Obwohl der Wind zum NOK vielfach querab kam, hatten wir ihn permanent mit Böen von bis zu 7 Bft auf die Nase bekommen. Kutterfock raus, Kutterfock rein. Wir haben es dann bald aufgegeben und Mutter Natur dann leider mit unseren Abgasen belasten müssen.

 

Der Wind scheint von den Bäumen ringsum so abgelengkt zu werden, dass er geradewegs dem Kanal folgt. Pech, wenn du gerade in die Gegenrichtung fährst.

 

Ansonsten ist das Befahren des NOK absolut unproblematisch. Funk mithören und auf die Lichsignale achten.

Pötte im NOK - ob das gut geht?

... und mit denen legst du dich besser nicht an!

Hafen Schleuse Brunsbüttel Nord- Ostseite

Ankunft glaube ich war ca. 17:30 Uhr. Im Schleusenvorbereich war äußerste Vorsicht geboten. Von allen Seiten kamen Boote, Fähren, Dickschiffe etc..

 

Besondere Vorsicht ist aber mit voreiligen Seglern geboten, die einem mitten beim Anlegemanöver noch den Platz anrasen wollen. So uns geschehen: Bei ca. 6 Bft wollten wir in dem kleinen Hafenbecken drehen, um mit der Nase gegen den Wind an STB-Seite anlegen zu können. Kommt ein Segelboot durch die kleine nur ca. 5 m breite Hafeneinfahrt gebrettert und hällt geradewegs auf den freien Platz zu, den wir gerade ansteuern.

 

Ich dachte ich raste aus. Meine Frau habe ich noch nie so schimpfen hören. Beinahe hätte es gekracht. Mit hochrotem Kopf haben sie dann das Weite gesucht und waren nicht mehr gesehen.

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© Martin Plassonke