22.08.2014 - Bajona

Von Moana nach Bajona (12 SM)

 

Nach einem gemütlichen Frühstück, einem ausgibigen Spaziergang, einem kurzen Einkauf und einer erquickenden Erfrischung am Quellwasserauslass an der Hafenpromenade machten wir uns startklar. Grund zur Eile gab es nicht. Nur rund 12 SM bis Bajona. Bei dem Wetter eine "Kaffeefahrt".

 

Jedoch mussten wir uns "hoch am Wind" aus der Ria de Vigo vortasten.  Wegen dem vor Vigo beginnenden Verkehrstrennungsgebiet war das ein bisschen kniffelig, da bei dem "Beinahegegenwind" nicht viel Raum für uns blieb. Mehrmals wechselten wir den Bug, und hielten uns dabei auf der Südseite des V-Trennungsgebietes.

 

Kurz nach der Landzunge "Cabo de Mar" (siehe Foto) lag plötzlich eine Untifentonne direkt vor unserer Nase. "Südlich umfahren", war ihre Makierung. Aber wieso eine Tonne, hier? In der Karte war sie nicht eingezeichnet. 

 

Das Fernglas brachte weiteren Einblick. Mehrere Tonnen kennzeichneten ein Gebiet, das umfahren werden sollte. Später erfuhren wir, dass dort eine riesige Segelyacht gesunken sein soll, die mehr als großräumig betonnt wurde. 

 

Wir umkreuzten das Gefahrengebiet und kamen dann bei rund 10 Knoten Wind angenehm voran, da wir nun mehr südlich steuerten und der Wind so günstiger einviel. Auch Goofy, der Kurse hoch am Wind nicht unbedingt favorisiert, war nun wieder recht zufrieden. Und wie so oft war nun auch wieder "Knuddelstunde" angesagt.

 

Genau in diesem Moment blicken wir auf die NW liegenden Inseln "Illa do Faro" und "Illa de San Martino". Von befreundeten Seglern bekamen wir den Hinweis, dass sich ein Besuch dort wirklich lohnen würde. Da die Inseln jedoch zu einem Naturschutzgebiet erklärt worden sind, ist ein Besuch nur mit einer vorher zu beantragenden Genehmigung erlaubt. So haben wir uns dann entschieden, sie nicht anzulaufen - schade eigentlich.

 

Am "Kanal de la Porta" angekommen packten wir das Großsegel wieder ein, und liefen "raumschoots" in die Bucht von Bajona ein. Über Funk namen wir sogleich Kontakt mit der Marina auf, um die Preise zu erfahren. Kaum vorstellbar für uns war, dass wir für eine Nacht rund 50 Euro zahlen sollten. Unvorstellbar vor allem deshalb, weil sich direkt vor der Haustüre viele gute Ankerplätze präsentierten. 

 

Da mussten wir nicht lange überlegen. Auf ca. 6 - 8 m Wassertiefe viel der Anker und wir befanden uns dort, wo wir uns ohnehin am wohlsten fühlten: Inmitten der Natur.

 

Die Preisanfrage hinterließ bei uns gewisse Spuren. Irgendwie konnten wir  keine Beziehung zum Ort aufbauen. Wäre Goofy nicht gewesen, wären wir wahrscheinlich gar nicht erst angelandet. Die "Pinkelrunde" viel somit recht kurz aus. Ein Eis saß dann noch drin und schwupps fanden wir wieder an Bord zurück.

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© Martin Plassonke