25.08.2014 Porto

Viana do Castello - Porto (44 SM)

 

Nach zeitägigem Aufenthalt in Viana Do Castello, der schöner nicht sein konnte, machten wir uns auf nach der Stadt der Muße und des Weines -

 

auf nach Porto!

 

44 gemütliche Seemeilen lagen dieses Mal vor uns. Begleitet von herrlichem Sonnenschein und einer nördlichen Briese blieb unser Großsegel auch auf dieser Strecke eingepackt auf dem Baum liegen. An das Ausbaumen der Genua hatten wir uns mittlerweile gewöhnt. 

 

Mit ca. 5,5 Knoten und zwei Angeln im Schlepptau schipperten wir im gebührenden Abstand der Küste entlang. Bis auf das nichts an die Angel ging, und wir die ruhige Fahrt bei sanfter Dünung allesamt sehr genossen haben, und Goofy vor lauter Knuddelei fast keine Haare mehr auf dem Leib hatte, gibt es über diese Strecke eigentlich kaum etwas Nennenswertes zu berichten. 

 

Die Mündung des "Rio Douro" war uns wegen dem einfaufenden Wassers und des sanften Windes gnädig gestimmt. VORSICHT! Das kann hier aber auch ganz anders zur Sache gehen!

 

Eigentlich wollten wir uns mit dem Strom vorantreiben lassen, um uns die Ufer in Ruhe anzusehen. Um ein ungewolltes Stranden auf einer der Sandbänke zu vermeiden, mussten wir jedoch schon ein bisschen Fahrt durch das Wasser machen, um manövrierfähig zu bleiben.

 

Wärend wir uns so den Hals nach Palmen und schönen Ufern verdrehten, kam zunächst unbemerkt ein Schlauchboot mit gutem Speed auf uns zu gerauscht. Drei gut gebaute, kräftige Männer saßen darin! Als ich sie ausmachte wusste ich zunächst nicht, wie uns geschehen sollte!

 

Was, Piraterie, doch nicht hier?! Goofy, pass auf! Sollen wir die Harpune scharf machen? Manomann, was geht hier ab? Es gab aber auch wirklich kein einziges Anhaltszeichen dafür, dass diese Kerle nichts Böses im Schilde führten. Nein, und als sie näher kamen, erst recht nicht. Grimmiger kann der Mensch nicht dreinschauen. 

 

 

"Stopp, Stopp" riefen sie uns plötzlich zu. "NO! Get of my way!" "Stopp, Stop" schriene sie erneut. "No, get out of my way" schrie ich noch lauter zurück! Man kann es kaum glauben, doch (glücklicher Weise) entpuppten sich die Jungs als Angestellte der Marina.  Sie wollten uns für die Marina gewinnen. Wirklich sehr einladend! Drei Mann! kommst du nicht, selber Schuld, wir haben dich gewarnt - oder was?!

 

Als wir das geklärt hatten, fragten wir nach den Preisen. Wenige Euro die Nacht, hieß es. Nö, dann fahren wir nach Matosinhos (liegt gleich nebenan, nördlich der Flussmündung und sollte ERHEBLICH weniger kosten). "Momento", ein Funkspruch mit dem Büro.

 

"Kommt zum Kai, wir machen das". Nach zähem Hin- und Her ließen wir uns besabbeln und legten in der Marina "Porto Rio Duro" an. Der Preiskampf im Büro dauerte an. "Das ist so nicht gesagt worden". "Doch", "Nein"! OK, müsst ihr nicht, wir aber auch nicht. Dann eben Matosinhos. Zu guter Letzt blieben wir, aber veräppeln lassen wir uns nicht so gerne. Haben sie auch nicht geschafft!

 

Die Marina war recht gut besucht. Nur noch wenige Plätze waren noch frei. So sollte es sein, zumindest in der Hochsaison, die wir ja nun auch hatten.

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© Martin Plassonke