30.06.2014

BRIGHTON (SPERRT DIE MÄDELS EIN) WIR KOMMEN!

 

 

Von Dover nach Brighton - rund 77 Seemeilen

Brrr, wieder haben wir uns in der Nacht den Hintern abgefroren. So schnell kann der gar nicht nachwachsen, wie uns das passiert.

 

Um so eiliger haben wir es, nach Süden zu kommen. Meine Zweifel an dieser Reise insgesamt sind nun vollends verflogen. Das ewige Gebibber vor Kälte und Feuchtigkeit mitten im Sommer habe ich so satt.

 

Also vorwärts - der Sonnen entgegen.

 

 

Unterwegs nach Brighton

Ein wunderschönes Panorama

 

entschädigt für das überwiegent schlechte Wetter

Recht früh am Morgen lupften wir noch vor dem Frühstück den Anker. Die Technik hatten wir am vorherigen Abend wiederholt überprüft -soweit war alles OK.

 

Rund 77 SM liegen nun vor uns. Das Frühstück nahmen wir während der Fahrt ein. Die Bedingungen luden heute ausnahmsweise bestens dazu ein.

 

Der Wind wehte mit 3 - 4 Bft aus N/W für uns optimal. Unter vollen Segeln zogen wir dahin. Auch die Sonne schin es heute gut mit uns zu meinen und die Zeit verging wie im Fluge.

 

Heute schien der Tag zu sein, von dem wohl alle Segler träumen ... .

 

 

Wenige Seemeilen vor Brighton

 

Nur noch wenige Meilen bis Brighton. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit verzeichnen wir heute mit ca. 7,5 Knoten. Welch ein herrlicher Tag nach all dem Zenober der Vortage.

 

Zu dem herrlichen Wetter des heutigen Tages öffnet sich ein wunderbarer Anblick nach dem Anderen. Etwas Wehmut kommt dabei auf. England ist wirklich eine (extra) Reise wert. Doch meine Ziele für diese Reise sind nun einmal ganz anders gesteckt ... .

 

 

Wohgnte hier "DER KLEINE LORD"?

 

Ca. 19:00 Uhr (englishe Zeit) laufen wir in der Brighton Marina ein. Vor der einfahrt stand eine steive Welle, die uns veranlasste mit guter Motorleistung einzufahren. Der Segler vor uns war bereits durch den Schwell, bremste dann aber abruppt ab, um sich zu orientieren - muss das inmitten der schmalen, von hohen Mauern umringten Einfahrt sein?!

 

Alles ging gut. Wir ließen ihn erst einmal einfahren. Da wir absolutes Niedrigwasser hatten, fragten wir über Funk den Hafnmeister nach dem besten Weg ins Hafenbecken. Im Reeds stand, das der ganze Hafen mitunter versandet und die Wassertiefen nicht garantiert seien.

 

Also: Wieder größte Vorsicht! Auf Engelssohlen tasteten wir uns nun voran. Mitten in der Einfahrt hatte eine großes Schiff festgemacht. Erst später bemerkten wir, das es sich um einen Bagger handelte. Wir folgten langsam dem Tonnenstrich. Bis: Plötzlich nickte GANESCHA nach vorne ein - wir saßen auf Sand! Halb so schlimm. Wegen der Schleichfahrt haben wir uns nicht festgesetzt sondern sind nur leicht durch den Schlick abgebremst worden. Mit dem Rückwertsgang kamen wir mühelos wieder frei.

 

So gingen wir nun an der anderen Seite des "Baggers" vorbei. Der Tiefenmesser zeigte "0"! Aber alles ging gut.

 

Der Hafen war beinahe voll ausgebucht. Für uns war aber noch ein schönes Plätzchen übrig. Wir hangelten uns zwischen anderen Booten hindurch und legten "im Päckchen" an einer großen Motoryacht aus der Schweiz an. Die Leinenbelegung hat zwar ein wenig gedauert, das der eigner seine bestimmten Vorstellungen hatte, die seine Frau aber weder verstehen, noch befolgen wollte.

 

Letztendlich hatten beide Recht und wir waren irgendwie fest. Erst in der Nacht habe ich dann doch noch eine Spring gesetzt, da wir in der Vorwärtsrichtung nicht wirklich fest waren. Doch: Höflichkeit ist eben sehr wichtig, auch in solchen Situationen und man fügt sich geduldig dem Wort desjenigen der einem erlaubt an ihm festzumachen.

 

 

Echtes Gedrände in der "Brighton Marina"

 

Am Abend war mir irgendwie nach Geselligkeit.  Und schon kam eine weitere Segelyacht unter deutscher Flagge in den Hafen eingelaufen.

 

Ja gibt es denn so was?!

 

Es war die "HEIMKEHR", eine große Stahlyacht von Bert und Marlene (aus dem Vorstand des Trans Ocean Verbandes). Die beiden hatten wir in Düsseldorf auf dem Messestand des TO kennen gelernt.

 

Wir unterhielten uns über "ALternavive Medizin an Bord" (mein Lieblingsthema) sowie alle möglichen technischen Dinge und welche Probleme sie manchmal mit sich bringen. Bert führte mir sein Tablet vor. Wie einfach war das Navigieren bzw. die Routenplanung auf dem Gerät.

 

Da war es um mich geschehen. Die Entwicklung dieser Geräte ist all die Jahre an mir vorbei gegangen - um nicht zu sagen: Ich habe sie erfolgreich ignoriert!

 

Nun gab es kein Entrinnen mehr... .

 

 

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© Martin Plassonke