Nochmal von vorn ...

Wie versetzt man einen Leuchtturm?!

Praktisch seit Weihnachten haben wir uns vorgenommen am 17 Juni 2014 unsere Reise ins Ungewisse zu starten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg zu diesem Termin war steinig. Noch niemals zuvor gingen soviel Dinge gleichzeitig schief. Unsere Hausrenovierung wollten wir eigentlich im November 2013 abgeschlossen haben. Weit gefehlt. Der Fliesenleger verpatzte die frostfreien Tage zur Montage der neuen Außentreppe und Fensterbänke. Im März kam er dann und wollte bei rund -5 Grad beginnen.

 

Erst im April wurde er dann fertig. Die Treppe 3 cm zu hoch, der Tischler musste die neue Außentür anpassen. Beim Einbau der neuen Fensterbänke wurden zwei Fenster derart demuliert, dass wir sie erneuern mussten. Außerdem wurde nicht richtig abgedichtet, sodass das Regenwasser in Strömen durch die Holschicht in den Keller floss ... . usw., usw., usw.. So manch einer wird sagen, das kenne ich von irgendwo her.

 

Unser Wohnzimmerschrank, welchen wir im August 2013 bestellt hatten und zwischenzeitlich zweimal falsch geliefert wurde, kam letzte Woche Freitag (es war nun der fünfte angekündigte Termin. Also 4 x vergebens vorher ausgeräumt). Man glaubt es kaum, es war nun tassächlich der Richtige. Armes Deutschland - wie weit sind wir gesunken?!

 

Nun, so dachten wir, freuen wir uns auf die Vorbereitungen an Bord. Die Freude währte jedoch nicht lang:

 

Die Gefriertruhe war komplett im Eimer. Zum Hersteller gesendet, beim Transport demuliert, 2 Wochen später mit dicker Rechnung zurück.

 

Kühlschrankthermostat auch defekt. Schlimmer aber, als wir feststellten, dass nun auch die Batterien kurz davor waren, den Geist aufzugeben. Also alles raus, und neu eingebaut. Da die Neuen nicht so reinpassten, haben wir alle Fundamente erneuern müssen. 4 Tage hat die ganze Aktion zusätzlich gedauert.

 

Unsere neue Kuchenbude und diverse Persenninge sollten Mitte Mai fertig sein. Anfang Juni kam die Truppe erst um Maß zu nehmen. Sakrament und zugenäht. Kneif mich mal einer, oder habe ich das nur geträumt. Nein, alles Tatsache. Nachdem ich aber meine Schuhspitze poliert und extra angespitzt habe, gingen die Arbeiten ndoch plötzlich zügig voran.

 

So ging der Schlamassel (ich spare mir an dieser Stelle weitere Einzelheiten) voran bis zum 16 Juni. Nein, eines lasst mich noch kurz erwähnen: Auf dem Parkplatz Bauhaus Flensburg parkte ein Transporter neben uns. Au Backe dachte ich. Es gab aber leider nur den einen Platzt im Schatten - wegen unserem Hund Goofy. Als wir zurück kamen war der Transporter weg im Austausch dafür hatten wir eine dicke Beule in der Fahrertür ...!!!

 

Erquickend und aufmunternd war dann die Hafenparty zu der wir von der Hafenverwaltung FL-SONWIK eingeladen waren. So konnten wir unseren Abschied mit all den in diesem Hafen lieb gewonnenen Freunden zelebrieren. `Will dabei nicht eine gewisse Wehmut verschweigen, denn die neuen Freundschaften bzw. die seit rund fünf Jahren andauernden Freundschaften verlässt man nicht einfach mal mir nichts dir nichts ... .

 

Tags darauf kam Doktörchen Jürgen von der SY Nemo, Thorsten von der SY-Manati, Uwe von der SY Töwerland um uns zu verabschieden.

 

Jürgen: Dein Ständchen von dem Udo Lindenberg Song liegt mir immer noch in dden Ohren

Thorsten: Das Fläschchen heben wir auf bis zu unserem Wiedersehen

Uwe: Die Flaggen wehen immer noch ungter der Saling

 

Danke Jungs, wir haben uns sehr gefreut!

 

Dem Thema (neue) Freundschaften möchte ich noch hinzufügen, dass wir über das Forum des Trans Ocean (TO) Seglerverbandes Dietmar und Katja von der SY Summer (www.summer-sailing.de) frisch aber sehr sehr innig in unser Herz geschlossen haben. Die beiden kamen Anfang Juni von Grömitz rüber zu uns nach FL-SONWIK, wo wir wundervolle Tage mit einander verbraucht - und selten so gelacht haben (Kameraden). Der Abschied von den Beiden, die zu einer mehrjährigen Weltreise angetreten sind, viel uns wirklich sehr schwer.

 

Zuversicht: Ihr Lieben, der Wein für unsere nächste Begegnung liegt bereits im Kühlschrank!

 

Unseren Familienangehörigen Daheim möchten wir an dieser Stelle danken für all die aufmunternden Worte (besonders Dir liebes Schwesterlein Edith), Euren Beistand und Euer Verständnis dafür, das wir unseren Familienklan nun drastisch vernachlässigen müssen (und auch der Hochzeit fern bleiben mussten). Es ist uns nicht leicht gefallen!

 

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© Martin Plassonke