VIVA LA CORUNA

Oh du vielfältiger, verträumter, lieblicher, leidenschaftlicher, wunderbarer Ort.

 

Gott sei Dank, dass ich hier landen durfte!

 

 

 

Nun, wo wir wieder komplett sind,

geht es zunächst in La Coruna auf Entdeckungstour.

 

Angefangen

mit dem Außenhafen mit seinem riesigen Wellenbrecher, der schönen neuen Hafenpromenade, wobei die Renovierungsarbeiten noch im Gange sind, und der direkt an der Promenade liegenden Stdt-Marina.

 

 

Bei der Anmeldung

im Hafenbüro bekamen wir den ersten Eindruck von der Freundlichkeit der Einwohner la Corunas. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Egal wo wir uns befanden, egal in welchem Geschäft wir waren: Die Freundlichkeit der Mitmenschen und des Personals war gemessen an dem was wir von Zuhause kennen, absolut vorbildlich.

 

Ich weis nicht

woran es liegen mag. Sind es die Hinterlassenschaften der Kelten, ist es das Plus an Sonne, der Reichtum an Meeresfrüchten, das Klima allgemein, oder alles zusammen. Sei es wie es will: Die Menschen hier sind wirklich sehr zuvorkommend, lieb und entspannt. Ja, so macht es großen Spaß noch länger zu bleiben!

 

 

Kommunikation in bestem English - der Mann von der Fleischabteilung
Präziser kann man Tunfischsteaks nicht schneiden - der Mann von der Fischabteilung

Wir wollen wirklich nicht übertreiben, aber so freundlich, zuvorkommend und kompetent wurden wir daheim nur selten bedient.

 

 

Die Ankunft

von Violetta und Goofy wollten wir noch am gleichen Tag zelebrieren.

 

Eng

umschlungen bummelten wir entlang der Promenade Richtung Altstadt. Als wir einen Torbogen durchschritten, lag uns der wunderschöne  Rathausplatz zu Füßen. Die Ränder des Platzes waren umsäumt mit Kaffees und Restaurants. Da sich zwischenzeitlich unsere Mägen zu Wort gemeldet hatten, wollten wir hier zu Abend essen.

 

Es war so

gegen 19:00 Uhr. Die Kaffees waren gut besucht. Die Restaurantes waren unbesucht. Hä, was ist denn hier los? Ist heute Feiertag für das Restaurantpersonal? Nö, die Türen standen ja offen, und gelegentlich zeigte sich auch mal ein Kellner, der die Tische vorzubereiten schien.

 

Aber,

nun 19:15 Uhr, warum sitzt denn niemand hier? Ein wenig eingeschüchtert gingen wir von einem Restaurant zum andern. Weit mussten wir ja ncht gehen, denn sie lagen ja praktisch dicht an dicht.

 

Wer die Wahl hat

hat die Qual. Erst nach drei Rundgängen haben wir uns für eines entschieden. Wir waren die ersten Gäste. Der spritzige Kellner war sichtlich erfreut, nun seine Arbeit aufnehmen zu dürfen.

 

Die erste

Bestellung endetet ich einem Totalgelächter, welches wir nur mit Mühe stoppen konnten: "Was darf es sein", fragte der Kellner auf English. Ich bestelle "Una Klara" (ein Alster, also Bier mit Sprite). Violetta: "Una Cola provawor"! Und dann ging es los. "Klar, kannst du haben, wir sind schließlich Spanier" antwortete er mit einer Bewegung, die in der Öffentlichkeit nicht jeder sich traut vorzuführen.

 

Er demonstrierte

mit einem Vollgrinsen im Gesicht die Bewegungen eines sexuellen Vorganges. Also, er bewegte seinen Unterkörper konträr zu den Armen hin und her. JA, kannst du haben, wir sind schließlich Spanier wiederholte er den Satz mit weiterhin überströmendem Grinsen.

 

Ich konnte

mich vor Lachen nicht halten, hatte ich doch verstanden um was es ging. Und auch er stimmte voll in das Gelächter ein. Violetta verstand die Welt nicht mehr. Gerne hätte ich ein Foto von ihrem Gesichtsausdruck geschossen.

 

Es dauerte

einige Minuten bis wir, der Kellner und ich, unser Lachen in den Kriff bekamen und ich Violetta erklären konnte, warum wir uns nicht mehr halten konnten: Eine CokaCola ist ein Getränk, "Cola" bedeutet in Spanien "Schwanz". Soviel dazu. "Man lernt eben nie aus", stimmte Violetta dann lustig  in unser wieder aufgenommenes Lachen ein.... .

 

Der Stadtbummel

endete wie er besser nicht enden konnte. Die Kommunikation mit dem Kellner war unübertrefflich. So gegen 21:45 Uhr wollten wir das Lokal verlassen. Zu unserer Überrschung saßen wir immer noch allein, als während des Zahlvorgangs plötzlich von allen Seite die Leute herbeiströmten.

 

Nun war

uns folgendes klar: Wir sind eben nicht mehr in Deutschland. Nein, wir sind in Spanien und da ticken die Uhren ein bisschen anders als bei uns daheim.

 

Es war

angenehm warm an diesem Abend. Die Stimmung konnte besser nicht sein. Die sich senkende Sonne über dem Rathausplatz rundete setzte das Panoramer perfekt in Szene. Auch unser Rückweg zur Marine war von wunsderbaren Eindrücken von der untergehenden Sonne geprägt.

 

Ja,

es war ein wunderschöne Abschluss für den Tag des Wiedersehens.

 

 

Rathausplatz La Coruna
Rathausplatz La Coruna

Die nächsten Tage

verbrachten wir damit, die Stadt und auch die nähere Umgebung zu erkunden. Es macht wirklich riesigen Spaß, wenn die Ramenbedingungen rundum passen. Und wenn das Wetter unseren Tatendrang einige male ausbremste, dann blieben wir eben an Bord. Unterhaltung gab es auch hier genug mit all den Seglern um uns herum.

 

Besonders gefallen

haben uns die kleineren Gassen mit ihren Bars, Kafffees und Restaurants, die Tür an Tür lagen. Zum Abend ist es hier sogut besucht, dass man sich in den Menschenstrom einklinken muss, um langsam mit ihm mit zu strömen.

 

Dabei

haben in keinster Weise eine Hektik oder ein Gedränge empfunden. Nein, es war praktisch wie ein gut geordnetes, familiäres Miteinander. Besonders aufgefallen ist uns dabei, dass Jung und Alt, also Omi, Opi, Mami, Papi und die Kinder, gemeinsam zugegen waren und zu Tisch oder während des Bummelns miteinander Komunizierten.

 

In den

beinahe drei Wochen die wir in dieser Gegend verbracht haben, ist und nicht ein einziges mal eine Pöbelei oder irgendwelche alkoholisierte Rauferei oder der Gleichen aufgefallen.

 

Stattdessen

gab es immer wieder eine neue Veranstltung. Häufig zum Thema der Jugendförderung, sowie Veranstaltungen, die sich mit allen nur möglichen Sportarten beschäftigten. Es gab sogar Segelunterricht für körperbehinderte Kinder. Die Fürsorglichkeit der Betreuer war vorbildlich.

 

Es gab

Veranstaltungen zur Aufarbeitung der Geschichte. Es wurden z.B. Panzer und Kanonen zur Schau gestellt. Soldaten mit Uniformen aus dem 2. Weltkrieg aus vielen Ländern präsentierten sich. Flugzeuge und Flugshows wurden gezeigt.

 

So eine Vielfalt,

so viel Mühe seitens der Stadtverwaltung haben wir vorher noch nie zu Gesicht bzw. geboten bekommen.

 

Wir haben

dieses wirklich als ein sehr Angenehmes Beispiel für ein harmonisches Miteinander empfunden.

 

Ja, La Coruna, ja, Galicia,

es hat uns sehr sehr gut hier gefallen. Und ja, wir mögen Dich und die vielen lieben Menschen von ganzem Herzen und sind sicher, dass wir uns eines Tages wiedersehen!!!

Überall ein reiches Angebot an frischen Meeresfrüchten
Die Altstadt von La Coruna
Nordwestliches Stadtviertel von La Coruna
Stadtpark in der Nähe des Fischereihafen
Rathausplatz mit Reiterarena
Ausstellung zur Geschichtsbewältigung an der Hafenpromenade
Ausstellung zur Geschichtsbewältigung an der Hafenpromenade
Flugshow
Soldaten (Uniformen) aus vielen Ländern
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Martin Plassonke