Albufeira 2015

Wochenlang truhen wir die Materialien zusammen, die wir in unsere GANESCHA einbauen wollten. Ein komplett neue Navigation, zwei zusätzliche Solarmodule, ein zusätzliches Batterieladegerät und einiges mehr.

 

Mit dem Auto wollten wir alles mitnehmen. Am 11. April sollte es los gehen. Bereits vier Tage zuvor beluden wir unseren VW Tiguan. Jeder Quadratcentimetet wurde genutzt. 10 Kg Trockenpansen, unzählige Kartons etc. etc.. Ob das alles rein geht? Doch es ging. Die Türen zu gequetscht und bols nicht aufmachen, bevor wir ankommen.

 

Ja, an diesem Tag waren wir sehr glücklich. Wir hatten alles bekommen, alles passte rein und schon in wenigen Tagen wollten wir los.

 

Dann kam der nächste Tag. Er begann für uns bereits kurz nach Mitternacht. Goofy weckte uns mit einem fürchterlichen Heulen. Sind den schon wieder die Hündinnen läufig, schauten wir uns verkatert an. Scheint so, so wie er heult! Doch sein Heulen war dieses mal etwas anders. Es war mehr wie ein Weinen. Ich ging zu seinem Körbchen bzw. dem runden Trampolin, auf den er am liebsten lag.

 

Er musste unsagbare Schmerzen haben, dass wurde mir sogleich klar. Trotz der Medikamente, die er bereits seit einigen Monaten bekam. Es musste ein Bandscheibenvorfall gewesen sein. Oh Gott, was hat er geweint. Ich konnte nicht anders und fing auch an zu heulen. 

 

Sogleich verabreichte ich ihm weitere Schmerzmittel. Inmitten der Nacht ist ein Tierarzt wohl kaum anzusprechen. Die Nacht konnten wir so einigermaßen, jedoch schlaflos überbrücken. Um 08:00 Uhr waren wir beim Tierarzt. Goofy weinte schrecklich, Violetta und ich auch.

 

Wir müssen ihm die letzte Spritze geben, dass stand nun fest. Ich hob ihn auf die Versorgungsbank, nahm ihn fest in die Arme und der Arzt gab ihm die erste Betäubungsspritze. Ich wollte noch "Halt" rufen, aber es musste einfach sein. In meinen Armen sackte er zusammen und die nächste Spritzeging wenige Sekunden später direkt in sein Herz und löschte sein Leben für immer aus.

 

Mein Schmerz über seinen Verlust war unbeschreiblich. "Du kannst mir auch eine geben", spach ich den Arzt an. So verzweifelt war ich in diesem Moment ... !

 

"Goofys Leckereien nehmen wir mit. Die geben wir in Prtugal einem Tierheim", kamen wir überein. Und am 11.04. fuhren wir los, leider ohne unseren so geliebten Goofy!

 

Paris ist ein Abtraum. Mehr als 1,8 Mio km bin ich bereits in meinem Leben mit dem Auto gefahren. Aber das hier ist noch einmal eine Klasse für sich. Man könnte es auch als Anarchie verstehen. Irgendwelche Regeln konnten wir kaum erkennen.

 

Nach rund vier Stunden waren wir wohlbehalten durch. Um den Wagen mit all den Wertgegenständen nicht aus den Augen zu verlieren (obwohl PATEANIUS unsere Sachen auf diesem Weg ohne Zusatzkosten versichert hat), gingen wir die Nacht nicht in ein Hotel sondern kauerten uns stundenweise auf den Vordersitzen um unsdanach wieder einige hundert Kilometer weiter zu hangeln. Selten so gestöhnt. Au weia, was haben die Knochen geschmerzt. An Schlafen war so nicht wirklich zu denken und zur Nachahmung nicht wirklich empfohlen.

 

Violetta ist kurz vor Spanien auch rund 50 Km der Strecke gefahren, wollte mir dann aber nicht den Spaß verderben, und ließmich sogleich wieder ans Steuer. Na ja, was soll man da machen, grummel!

 

Ich glaube es waren rund 36 Stunden vergangen, als wir an der portugisischen Grenze ankamen. Nun noch rund 100 Km bis Albufeira. Die Augen brannten gleich stark wie der Rücken und der Hinter. Je näher wir kamen, so schlimmer wurde es. Zehn Kilometer vor unserem Ziel dachte ich ich gebe auf.tat ich auch und haute mich am Straßenrand für eine Stunde auf die Wange. Das half. Ohne dem hätte ich es keine hundert Meter mehr geschafft.

 

An der Marina angekommen erst einmal ins Büro. Wieder wurden wir sehr freundlich empfangen. "Das Parkhaus ist kostenlos", wurde uns gesagt. Prima! Es liegt direkt vor den Stegen unter den Apartments, nur wenige Schritte von den Stegen entfernt. Geschützt, und vor allem kühl, quasi im Keller.

 

Mit großer Eile luden wir alle Gegenstände sogleich ins Boot, hauten uns in die Falle und schliefen bis zum anderen Morgen durch... .

 

Uha, wie gerädert krochen wir um 08:00 Uhr aus den Federn. Beim Blick in den Salon erschraken wir. Was für ein Chaos. Überall Kartons. "Und das müssen wir alles noch einbauen! Besser wir legen uns gleich wieder hin". 

 

Da wir nicht mehr an Heinzelmännchen glauben, blieb uns nichts anderes übrig, als die Sache nun konkret anzugehen. Erstmal ein bisschen Ordnung schaffen, denn es wird wohl einige Wochen dauern das alles fertig zu bekommen!

 

Gute Nerven sind gefragt

Selten hat Violetta sich so wohl an Bord gefühlt!

Auch das geht vorbei

Wohin du auch schaust!

Nichts auslassen

Immer schön die Übersicht behalten

Ich liebe Kabel

Und dann nichts wie ran an die Arbeit!

Das Loch für den Plotter

Und da muß was rein!

Löcher für Autopilot u. Anzeigegerät

Und da kommt auch noch was rein ...

Neue Kabel in die Schaltzentrale

Beinahe  alles erneuert!

Batteriebank Nr. 1 und Rechner des Autopiloten

Wir lassen nichts aus, nö!

Der erste Plotter sitzt

Der Edelstahlbauer hat uns schöne Füße gebastelt.

Motorsteuerung

Reparaturversuch da der Stundenzähler immer wieder streikte

Geht weiter

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Martin Plassonke